Glossar Klassenfahrt und Erlebnispädagogik

Kurz erklärt: die wichtigsten Begriffe, die dir beim Planen und Vergleichen von Klassenfahrten begegnen.

A

Abendprogramm

Ein Abendprogramm umfasst geplante Aktivitäten nach dem Tagesprogramm, etwa Lagerfeuer, Spiele, Reflexion oder freie Zeit. Wichtig sind klare Aufsicht, Ruhezeiten und wetterfeste Alternativen.

Anreise

Die Anreise beschreibt den Weg zur Unterkunft oder zum ersten Programmpunkt. Für Vergleiche zählen Kosten, Dauer, Umstiege, Gepäcklogistik und Barrierefreiheit.

B

Betreuungsschlüssel

Der Betreuungsschlüssel gibt an, wie viele betreuende Personen für eine Gruppe vorgesehen sind. Er ist ein gutes Zeichen dafür, wie intensiv eine Klasse begleitet wird. Die Aufsicht bleibt trotzdem bei der Schule – sprich deshalb ab, wer wann zuständig ist.

Bildungsplanbezug

Bildungsplanbezug bedeutet, dass Programminhalte mit Unterrichtszielen verbunden werden, zum Beispiel in Biologie, Geschichte, Politik, Sport oder Geografie.

Busreise

Eine Busreise ist eine gemeinsame Fahrt mit Reisebus oder Fernbus. Sie ist bequem bei abgelegenen Unterkünften, sollte aber inklusive Pausen, Fahrerzeiten und Gepäck geplant werden.

E

Erlebnispädagogik

Erlebnispädagogik nutzt handlungsorientierte Aufgaben, Natur, Bewegung und Reflexion, um soziale Kompetenzen und Selbstvertrauen zu fördern.

F

Freiplatz

Ein Freiplatz ist ein kostenfreier oder reduzierter Platz, meist für eine Begleitperson. Viele Anbieter geben zum Beispiel jeder 11. oder 12. Person einen Freiplatz. Frag nach, ab welcher Gruppengröße das gilt und ob du die Plätze auch an Schüler:innen vergeben kannst.

G

Gefährdungsbeurteilung

Eine Gefährdungsbeurteilung erfasst Risiken einer Aktivität und legt Maßnahmen fest. Sie ist besonders bei Outdoor-, Wasser- und Sportprogrammen relevant.

I

Inklusivleistungen

Inklusivleistungen sind alle Leistungen, die im angegebenen Preis enthalten sind. Dazu können Unterkunft, Verpflegung, Programm, Material, Eintritte oder Anreise gehören.

K

Klassenstufe

Die Klassenstufe beschreibt das Alter und den schulischen Entwicklungsstand einer Gruppe. Gute Anbieter passen Schwierigkeit, Sprache und Tagesstruktur daran an.

L

Lernziel

Ein Lernziel beschreibt, was Schüler:innen durch die Klassenfahrt fachlich, sozial oder persönlich erreichen sollen. Es hilft bei der Auswahl passender Anbieter.

M

Mehrbettzimmer

Mehrbettzimmer sind Zimmer für mehrere Schüler:innen. Sie senken Kosten, erfordern aber gute Zimmerplanung und klare Regeln für Ruhezeiten.

N

Nachtruhe

Nachtruhe ist die festgelegte Zeit, ab der Ruhe in Unterkunft und Zimmern gilt. Sie sollte mit Hausordnung, Aufsicht und Konsequenzen abgestimmt sein.

P

Pauschalreise

Eine Pauschalreise liegt vor, wenn mindestens zwei verschiedene Reiseleistungen für dieselbe Reise zusammen gebucht werden – zum Beispiel Bus und Unterkunft. Für dich als Lehrkraft heißt das: Der Veranstalter muss das eingezahlte Geld absichern, und du erhältst einen Sicherungsschein. Ob ein Paket eine Pauschalreise ist, hängt davon ab, welche Leistungen gebündelt sind.

Programmdauer

Die Programmdauer gibt an, wie viele Stunden betreutes Programm enthalten sind. Sie ist wichtig, weil Tagespreise sonst leicht falsch verglichen werden.

R

Reiserücktritt

Reiserücktritt beschreibt die Stornierung vor Reisebeginn. Schulen sollten Fristen, Kostenstaffeln und mögliche Versicherungen vor Vertragsabschluss klären.

S

Schullandheim

Ein Schullandheim ist eine Unterkunft, die auf Schulgruppen ausgerichtet ist. Vorteile sind Gruppenräume, einfache Verpflegung und Erfahrung mit Klassenfahrten.

Selbstversorgung

Selbstversorgung bedeutet, dass die Gruppe Mahlzeiten ganz oder teilweise selbst organisiert. Das kann Kosten senken, benötigt aber Planung, Hygiene und klare Aufgaben.

T

Transfer

Ein Transfer ist der kurze Transport zwischen Bahnhof, Unterkunft oder Programmpunkt. Gerade im ländlichen Raum entscheidet er oft über die praktische Machbarkeit.

V

Vollverpflegung

Vollverpflegung umfasst in der Regel Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Lunchpakete, Getränke und Sonderkost sollten trotzdem separat geprüft werden.